10. September – Lange Reise nach Kalampaka

„Ich bin vor Gott recht.“ – Diese Erkenntnis durfte Martin Luther aufgrund des Römerbriefes des Apostels Paulus gewinnen. Wir sind vor aller Leistung Gottes geliebte Kinder. Diese Erfahrung des Geliebtseins kann uns zu guten Werken bewegen und veranlassen. Es sind nicht die Werke, die diesen menschenfreundlichen Gott „umstimmen“ damit er uns gnädiger ist. Gott vertrauen, dass er es ernst meint mit uns und dann sich bewegen, andere Menschen daran teilhaben lassen. Sich von ihm berühren lassen in den Momenten in denen es man am wenigsten erwartet.

Dazu gehört die Erfahrung einer Gemeinschaft, in der man/frau erfahren darf, dass man/frau einfach so angenommen ist. Dass man miteinander auf dem guten Weg sein kann ohne immer gleicher Meinung zu sein. Dass man es miteinander wirklich gut haben kann, auch wenn man erst am Anfang eines gemeinsamen Weges steht. Diese Gemeinschaftserfahrung dürfen wir auf dieser Pfarreireise erleben. – Heute haben wir einen langen Reisetag erlebt. Von Vrachati über Patras, Itea, Eleonas, Trikala nach Kalampaka. Mit dem Car auf der Strasse, der Fähre auf dem Wasser und nur wenige Meter zu Fuss, durften wir eine abwechslungsreiche Strecke zurücklegen. Vom Meer in die Berge, von den Bergen in die Ebene.

Auf dem Seeweg durften wir von der Peloponnes auf das griechische Festland übersetzen und dies an Bord der Theotokos, der Gottesgebärerin. Entlang der grossen Brücke, auf welcher die Überfahrt das Doppelte der Fähre kosten würde…

Dann durch die Berge nach Itea über zwei Pässe nach Kalampaka. Unterwegs könnten wir bei der griechischen Variante des Picknicks die vielgelobte Gastfreundschaft geniessen. Paulus hätte uns sicher gerne Gesellschaft geleistet – vielleicht hatte er es ja auch selbst genauso erfahren. Von der Kulisse in Kalampaka beeindruckt (von der Bergseite werde ich morgen berichten) bezogen wir unser nächstes Hotel „Eden“.